Freitag, 29. September 2017

Hannah Kent: Wo drei Flüsse sich kreuzen

Irland zu Beginn des 19 Jahrhunderts. Bei den Bewohnern im Tal herrscht noch die große Macht der Mythen und des Aberglaubens.

Nóra hat einen weiteren schweren Verlust zu verkraften. Einige Männer des Dorfes bringen ihren Ehemann tot zur Kate. Er war noch so kräftig und ganz normal am Morgen zur Arbeit gegangen. Doch er sei auf der Straße einfach umgefallen. Schon vor zwei Jahren hatte sie den Tod ihrer Tochter verarbeiten müssen. Das geschah sehr mühselig, denn schließlich hatte sie sich um ihren Enkel kümmern müssen, den ihr Schwiegersohn bei ihr abgeladen hatte.

Nun beim Tod ihres Mannes gibt es Leute im Dorf, die meinen, da hätten die Feen ihre Hände mit im Spiel. Die Unterstützung von Nance, die sich seit vielen Jahren einen Namen als Heilerin erarbeitet hat, ist nicht gerade hilfreich bei der Bewältigung der Trauerarbeit. Zwar war Nance vom alten Pfarrer gerne gerufen worden, doch der neue Pfarrer wollte von ihr und ihren Heilmethoden nichts wissen. Er hielt es für Teufelszeug. Immer häufiger wurde Nance als Ursache für Leid und Misswirtschaft beschuldigt. So auch für die Krankheit, die Nóras Enkel seit dem Tod dessen Mutter heimgesucht hat.

Hannah Kent hat einen tiefgründigen Roman um das Schicksal dreier Frauen im Irland der damaligen Zeit geschrieben. Schnell wird klar, dass Nance, Nóra und dessen Dienstmädchen Mary gegen die Macht der Mythen genauso ankämpfen müssen wie gegen einige Leute im Dorf, die sich auf ihren christlichen Glauben berufen. Dabei sind diese drei Frauen selbst noch mit dem Glauben an die Mythen behaftet. Besonders das junge Mädchen Mary scheint in einen ausweglosen Sumpf zu geraten. Wenn der Leser aufmerksam den Lebensweg der Heilerin verfolgt, wird er feststellen, dass Mary drauf und dran ist, einen ähnlichen Weg zu beschreiten. Ein Weg voller Armut, Hunger und Leid, mit einem täglichen Kampf ums Überleben.

Mag die Sonne in manchen Szenen auch scheinen so hat die Autorin doch einen düsteren Roman gezeichnet, der einen Einblick in die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit bietet. Sehr empfehlenswert!

Hannah Kent
Wo drei Flüsse sich kreuzen

Aus dem Englischen von Leonie von
Reppert-Bismarck undAnja Kirchdörfer
Lee

Droemer Knaur Verlag, München
ISBN 9783426199794

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

Mittwoch, 27. September 2017

Ella Simon - Das Leuchten einer Sommernacht

Lynne Padrig, 27, ist vor 12 Jahren aus ihrer Heimatstadt geflohen und leitet heute eine Wunschagentur für schwerkranke Kinder. Als sie den Wunsch der kleinen Winnie erfüllt, steht plötzlich ein in Australien gefeierter Rugbystar vor ihr, der vor Jahren ihr Leben komplett durcheinander gewirbelt hat. Jetzt wünscht sie sich etwas – das er wieder verschwindet. Doch diesen Gefallen tut er ihr nicht.

Dies ist nach „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ das zweite Buch der Autorin, das ich lesen durfte. Und ich bin noch ein klein wenig mehr begeistert wie von ihrem ersten Buch. Neue interessante, sehr lebensnah mit Ecken und Kanten beschriebene Protagonisten – die kleine Winnie hat mit ihren coolen Sprüchen und ihrer Krankengeschichte sofort mein Herz erobert und berührt; zwei Erzählstränge, die sich langsam annähern; insgesamt eine berührende, hoffnungsvolle und ergreifende Geschichte, die genau so ausgeht, wie ich es mir gewünscht habe und die ich kaum aus der Hand legen konnte. Auch Bekannte habe ich hier wieder getroffen, die ich aus dem ersten Buch schon kannte. So habe ich mich auf der Hochzeit von Lynnes Bruder Rhys richtig wohl gefühlt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So erfahre ich einiges aus der Vergangenheit von Lynne und Reed, wie sie das Vergangene damals und heute sehen. Versuche die Ängste von Winnies Mutter Jen zu verstehen. Wunderbare Dialoge, ein Schreib- und Erzählstil, bei dem ich alles plastisch vor mir sehe – einfach ein wunderbares Buch.

Ich habe eine Geschichte gelesen, bei der ich mitfiebern und hoffen konnte, die mich begeistert, hier und da aber auch ein klein wenig traurig gemacht hat; bei der ich voll und ganz mit dabei war und wo einige Tränchen geflossen sind. Und von der ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.




Ella Simon
Das Leuchten einer Sommernacht

Goldmann Verlag, München
ISBN 9783442485918

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Sonntag, 24. September 2017

Mareike Krügel - Sieh mich an

Ein Roman, der bei mir gespaltene Gefühle hinterlässt

Nun ist es schon 2 Wochen her, dass Katharina in ihrer Brust ein Etwas entdeckt hat, von dem sie glaubt, es nicht überleben zu können. Nun, an diesem Freitag, beginnt sie über ihr Leben und über sich nachzudenken.

Mit ihrem Mann Costas, der in Berlin arbeitet, führt sie eine Wochenendehe, bei der wohl beide nicht glücklich sind. Um das monatliche Gehalt ihres Mannes etwas aufzustocken, jobbt sie neben ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter in einer Schule für frühkindliche Musikerziehung. Sie fühlt sich mit der Kindererziehung alleingelassen, reagiert hier und da panisch, was ich angesichts der Tatsache, dass sie ihre Ängste mit niemandem teilt, auch verstehen kann. So vergeht ein Tag an dem sie ihr ganzes Leben vor mir ausbreitet.

Tochter Helena genannt Helli ist ein anstrengendes Kind, mir in ihrer ungezogenen, manchmal taktlosen, unüberlegten Art teilweise richtig unsympathisch, auch wenn Kathi versucht, ihre Ausbrüche zu bagatellisieren. Kathis Mutterliebe konzentriert sich sehr stark auf ihre Tochter, die schon seit der Geburt sehr schwierig ist.

Dagegen ist der 17-jährige Alex ausgesprochen unauffällig und liebenswert.

Mir ist das Lesen teilweise richtig schwer gefallen und ich musste alle Konzentration aufwenden, um die manchmal sehr langen Schachtelsätze zu verstehen, was meinen Lesefluss gestört hat.

Genau so ging es mir beim Lesen, wenn die Handlung immer mal wieder in die Vergangenheit sprang. Hier hätte ich mir ab und an ein neues Kapitel gewünscht. So aber fließt alles ineinander wie ein langsamer Fluss ohne Spannung, ohne Kurven und ohne Stromschnellen. Es war mir einfach hier und da etwas zu langweilig. Andererseits finde ich die angeschnittenen Themen großteils interessant aufgearbeitet.

Zum einen sehr zart und gefühlvoll, zum anderen extrem chaotisch und nachdenklich; Protagonisten, die meinen Lesenerv leider nur manchmal getroffen haben – ich hatte so meine Probleme mit der Lektüre. Die Geschichte und ihre Handelnden haben mich leider nicht fesseln können.

Mareike Krügel
Sieh mich an

Piper Verlag, München
ISBN 9783492058551

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Die Nacht der tausend Lichter von Silke Ziegler


Sina Engel arbeitet als Kommissarin in ihrer Heimatstadt Weinheim an der Bergstraße. Derzeit hat sie es alles andere als leicht. Sie ist hochschwanger und hat kurz vor Bekanntwerden der Schwangerschaft ihren Verlobten und Kollegen Carlo verloren. Nun wird Sina das gemeinsame Kind, das seinen Vater niemals kennenlernen wird, alleine großziehen.
Als hätte Sina mit diesem privaten Umstand nicht genug zu tun, muss sie ihre letzten Arbeitswochen bei knappen 40 Grad Sommerhitze damit zubringen, den„Kerweschlitzer“ aufzuspüren. Ein Mörder hat in den vergangen 2 Jahre auf dem großen Volksfest in Weinheim, genannt „Kerwe“, 2 Frauen brutal abgeschlachtet. Natürlich hat die Bevölkerung Angst, dass dies in diesem Jahr wieder geschieht und Sina will dies zum einen unbedingt verhindern und zum anderen natürlich die Ermittlungen vor ihrem Mutterschutz beenden.
Ihr Vorgesetzter stellt Sina als Unterstützung einen Partner zur Seite, der niemand geringerer ist, als der ehemalige Partner ihre verstorbenen/ermordeten Verlobten. Sina ist natürlich alles andere als begeistert und ob sie die beiden zusammenraufen muss sich wohl zeigen ….
Erschienen als Taschenbuch
im grafit Verlag
insgesamt 285 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN:  978-3-89425-488-9
Kategorie: Kriminalroman


Freitag, 22. September 2017

Karin Sander: Bald stirbst auch du

Der vorliegende Thriller ist mittlerweile der vierte um die Profilerin Liz Montario der Bestsellerautorin Karen Sander. Liz wird erneut persönlich in einen Fall hinein gezogen, während sie in Liverpool einen Workshop leitet. Für die angehenden Polizisten und Profiler geht es um psychologisches Grundwissen zu Serientätern. Zum ersten Mal sollen die Teilnehmer anhand von echten cold case ihr Wissen ausbauen. Jeder kann sich einen Fall aus dem Aktenmaterial zusammenstellen. Dabei glaubt eine Teilnehmerin, einem Nachahmungstäter auf die Spur gekommen zu sein. Es geht um einen Fall, der vor Jahren in Schottland und Südengland für Aufruhr sorgte.
Parallel dazu flattert (im übertragenen Sinne) Kriminalhauptkommissar Georg Stadler von der Düsseldorfer Kripo eine weibliche Leiche auf den Schreibtisch. Ein junges Mädchen ist tot in der Erft aufgefunden worden. Noch ahnen Stadler und Montario nicht, dass ihre Fälle sie wieder zusammenführen werden.

Die Leser sollten sich vielleicht darauf einstellen, dass sie beim Lesen das Atmen vergessen. Wendungen, Konflikte und Verwirrungen präsentiert die Autorin in hohem Tempo. Keinem Satz kann man wirklich vertrauen. Lenkt die Plausibilität die Vermutungen in eine Richtung, so kommt unweigerlich der überraschende Moment, dass es der verkehrte Weg war, den die Gedanken gingen. Das zieht den Leser hinein.

Angenehm fand ich das Setting des Romans an zwei verschiedenen Schauplätzen. Während der deutsche Kommissar mit seinem Team in Düsseldorf und Umgebung ermittelt, ist die Profilerin Liz in England unterwegs. Die anglophile Karen Sander hat dank ihrer Kenntnisse der Örtlichkeiten eine passende Atmosphäre geschaffen, der selbst einem Englandtouristen Wiedererkennung verschafft.

Zwar handelt es sich bereits um den vierten Fall für Stadler / Montario, aber man kann mühelos danach auch die vorhergehenden Thriller lesen. Die Hintergrundgeschichte der Figuren ist nicht so abhängig aufeinander aufgebaut, dass man unbedingt in richtiger Reihenfolge lesen muss. Hauptsache, man liest sie überhaupt, um auf die Unterhaltung und den Thrill nicht zu verzichten.

Ein Spitzenthriller auf internationalem Niveau!

Karin Sandera
Bald stirbst auch du

Rowohlt Verlag, Hamburg
ISBN 9783499272554

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

Mittwoch, 20. September 2017

Julie Leuze - Ein Garten voller Sommerkräuter

Die Scheidung von ihrem Mann Jürgen, der sich eine Jüngere gesucht hat, ist gerade durch. Das gemeinsame Haus wurde verkauft. Tochter Annabel studiert auswärts und ist zu ihrem Freund gezogen. Job hat sie derzeit auch keinen, da sie ihr Studium während der Schwangerschaft abgebrochen hat. Miriam Weiden, gerade mal Anfang 40, fällt die Decke auf den Kopf. Da erinnert sie sich, dass sie immer mal wieder nach Südengland reisen wollte und bucht kurzerhand einen Urlaub im Iveystone Manor in Reedcombe. Ihre Gedanken sind allerdings immer wieder in Deutschland, schweifen ab in die Vergangenheit. Und Miriam bemerkt, dass sie in ihrem alten Leben eingentlich nichts mehr hält. Da verliebt sie sich in einen schwarzen knuffigen Hund und dann in ein kleines Cottage mit einem wunderbaren, jetzt allerdings total verwilderten Garten. Hier will sie ein neues Leben anfangen ...

Das Cover mit dem kleinen reedgedeckten Haus und dem wilden Garten zaubert schon vor dem Lesen eine locker-leichte Stimmung herbei. Julie Leuze hat es sehr schnell geschafft, mich mitten in die Geschichte hinein zu ziehen. Vielleicht auch deshalb, weil sich viele Frauen in Miriam hinein versetzen können. Etwas anderes machen, sich neue Ziele stecken und vor allem nicht verzweifeln, wenn´s nicht gleich klappt und auf keinen Fall aufgeben. Das bringt die Autorin hier sehr schön rüber.

Aber auch Miriams Liebe zu ihrem Garten und vor allem den Kräutern kann ich mir durch die tollen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Ich meine den Duft von Lavendel, Rosmarin und Kamille in der Nase zu haben. Aber auch die wunderschöne Landschaft und die Eigenart der Bewohner von Reedcombe, die nicht alle Miriam gut gesinnt sind, werden sehr bildhaft und farbig beschrieben. Devon steht nun auch auf meiner "möchte ich noch sehen"-Liste.

Von März bis Oktober begleite ich Miriam auf ihrer Reise in ein neues Leben. Allen Monaten voran gestelt, finde ich je ein Kräutlein aus Devons umfassender Kräuterfibel näher beschrieben. Und im Anhang sind noch ein paar Reedcomber Kräuter-Rezepte abgedruckt.

Eine wunderbare Geschichte, die Mut macht, das Leben und die Zukunft, egal in welchem Alter, neu anzugehen. Ich hatte ein paar sehr schöne, unterhaltsame Lesestunden. Dieses Wohlfühlbuch, das auch seine nachdenklichen Seiten hat, bekommt meine absolute Leseempfehlung.

Bickmore, Barbara
Wer nach den Sternen greift

Dromer Knaur Verlag, München
ISBN

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Montag, 18. September 2017

Cathrin Moeller - Mordsacker

Nachdem Klara Himmel zusammen mit ihrem Mann Paul und Tochter Sophie Berlin verlassen mussten, sind sie im tiefsten Mecklenburg, in dem kleinen Ort Mordsacker gelandet. Klara musste ihren Job als Schauspielerin aufgeben und ist nun "nur" Hausfrau, Sophie arbeitet in einer Landarztpraxis und Paul hat einen Halbtagsjob als Dorfpolizist, aber noch große Pläne. Zufriedenheit sieht anders aus. Gerade als Paul mit einer starken Männergrippe danieder liegt, findet man den Schweinebauern Siggi Schlönkamp tot in seiner Güllegrube. Unfall? Mord? Da Paul ausser Gefecht ist, macht sich Klara, die nicht an einen Unfall glaubt, an die Ermittlungen.

Klara Himmel ist eine Frau, die ich recht bald in mein Herz geschlossen habe. Sie ist so ganz anders als die Frauen aus dem kleinen Dorf, aber auch anders als z.B. ich selbst. Vielleicht mag ich sie gerade deshalb. Mit allen Mitteln versucht sie eine gute Hausfrau zu sein – was ihr aber nur in allerhöchster Anspannung gelingt. Da widmet sie sich lieber ihren Ermittlungen. Die Methoden, mit denen sie hier versucht, den Unfall, den ihr Mann schon abgeschlossen hat, als Mord aufzudecken sind schon sehr unkonventionell und schräg. In ihrer liebenswerten und humorvollen Art schafft sie es aber immer wieder auch die schwierigsten Hürden zu überwinden. Hier holt sie sich auch Unterstützung von ihrer Tochter Sophie und von einen jungen Bestatter, Herrn Grube.

Der Schreib- und Erzählstil von Cathrin Moeller hat mir schon bei "Wolfgang muss weg" sehr gut gefallen. In dieser Geschichte geht mir Klara mit ihren skurillen Aktionen hier und da etwas zu weit und ich konnte nicht mehr über ihre Aktionen lachen. Aber eben nur hier und da. Ansonsten habe ich mich gerade durch den hervorragenden Wortwitz auch diesmal sehr gut unterhalten gefühlt. Ein Mord im Dorf Mordsacker, ein Schwein namens Schnitzel und ein Bestattungsunternehmen Grube gibt es nicht alle Tage. Meine Mundwinkel zeigten ca. 90% der Lektüre nach oben.

Hinter mir liegt ein humorvoller Krimi mit Protagonisten, wie Du und ich (vielleicht ein kleines bischen schräger) und fast ohne Blutvergießen. Meine Leseempfehlung hat sich diese Geschichte absolut verdient.

Cathrin Moeller
Mordsacker

mira taschenbuch Verlag, Hamburg
ISBN 9783956496813

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Kidnapped von Chelsea Cain


Als 6-jährige wird Kathleen „Kit“ Lannigan entführt. 5 Jahre später wird das Mädchen gefunden und gerettet. Ihre Mutter schlägt nach der Rettung Profit und Ruhm aus ihrer Tochter, die jahrelang missbraucht und zur Produktion von Filmen für Pädophile benutzt wurde. Als „Beth“ erlangte sie in diesen Kreisen Berühmtheit. Noch heute, 10 Jahre später kursieren diese Filme im Internet.
Wieder ist ein kleiner Junge ist verschwunden und gemeinsam mit James, ihrem Bruder – wie Kick ( „Kit“ ) ihn selbst nennt – versucht sie, ihn aufzuspüren. Denn diese Fälle beschäftigen sie noch heute. Sie muss zwanghaft jeden Vermissten-Fall lückenlos verfolgen. Denn sie weiß ganz genau, was mit diesen Kindern geschieht. Eines Abends sitzt plötzlich ein ihr unbekannter Mann in Kicks Wohnung. John Bishop sucht professionell vermisste Kinder und ist sich absolut sicher, dass Kick ihm bei seiner Suche nach Adam Rice, dem aktuell vermissten Kind,  helfen kann. Denn sie weiß Dinge, die für Bishop von großem Vorteil sind. Doch dazu muss Kick sich auf eine dunkle Reise in ihre Kindheit begeben. Sie muss Erinnerungen hervorholen, die sie jahrelang versuchte zu verdrängen ….
Erschienen als Taschenbuch
bei blanvalet
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-641-15803-3
Kategorie: Science Fiction
© Marion Brunner_Buchwelten 2017

Sonntag, 17. September 2017

Christine Drews - Nach dem Schweigen

London im April. Gerade noch hatten sich Syskia Flynt und ihre Tange Ellen Cramer, der sie sich emotional sehr verbunden fühlt, in einem kleinen Cafe getroffen – da ist sie am nächsten Tag tot. Was zunächst wie Suizid aussieht, stellt sich als Mord heraus. Doch wer tut so etwas? Saskia versucht auf eigene Faust mehr heraus zu finden und kommt dabei dem Mörder sehr nahe.

In ihrem neuen Thriller lerne ich durch Christine Drews die Familie Flynt kennen, die mit Koffern in der 3. Generation ihren Unterhalt verdient. Ich bekomme Kontakt zu Noemi Redcliff, einer jungen Frau im Crystal Met Rausch, zu Jack ernard, der in dem Haus lebt, von dessen Dach Tante Ellen fiel, Sienna Johnstone und ihre Familie und den Psychotherapeuten Oliver Stinner. Alles Menschen wie Du und ich, mit ihren Fehlern, und Eigenheiten, deren Gedanken ich hier lesen kann. Doch was haben sie miteinander zu tun?

Das wird beim Lesen, je weiter ich komme, immer klarer.

Durch ihre gewohnt tief schürfenden Art gibt mir die Autorin Einblicke in die Welt von Trauma-Patienten und dem Zustandekommen von Albträumen. Dieses Thema hat mich hier, neben dem Mordfall, besonders fasziniert.

Ich habe mitgefiebert, mit gerätselt, irgendwie passt alles zusammen – aber auch wieder nicht und bin bis zum Schluss, als sich alle Fäden aus dem Knäuel gelöst haben, nicht drauf gekommen, wer der Mörder ist.

Spannung hoch drei – eine Geschichte, die mich etwas verstört hat – Protagonisten, deren Tun ich absolut nachvollziehen konnte – das alles hat mir spannungsgeladene, sehr interessante Lesestunden beschert. Vielen Dank dafür.

Christine Drews
Nach dem Schweigen

Basei Lübbe Verlag, Köln
ISBN
9783404175215

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Mittwoch, 13. September 2017

Tessa Henning - Bea macht blau

Tochter Caroline hat ihr Abi in der Tasche und will in Passau studieren. Ehemann Matthias vergnügt sich seit einiger Zeit mit einer Anderen. Da hat Bea Völker die Nase voll und beschließt eine Auszeit zu nehmen. Ihr Ziel: das kleine Gästehaus von Maria in San Sebastian, wo sie mit ihren Eltern so oft Urlaub gemacht hat. Außerdem lebt ihre Schwester Karin als Aussteigerin in der Nähe.

Im Baskenland hat sich allerdings so viel verändert und Bea steht vor einer gewaltigen Entscheidung …

Mit ihrem leichten, flüssigen Schreibstil hat mich Tessa Henning sehr bald vollkommen in die Geschichte hineingezogen. Ich versuche zusammen mit Bea ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, buddle in der Erde eines Kräutergartens, lasse mich im Guggenheim Museum in Bilbao von einem tollen Mann in die Welt der modernen Kunst entführen, lerne einige sehr schöne Ecken des Baskenlandes kennen und sitze mucksmäuschenstill beim Notar in der Ecke und verfolge die spannenden Geschehnissen und Wortwechsel.

Interessante Personen, allen voran Bea, die eine tolle Wandlung durchläuft; aber auch Alba und Angel, machen die Geschichte lebendig, lebensecht und farbenfroh. Ich bekomme Appetit auf die leckeren Tapas, die Angel zaubert und die eine außergewöhnliche Wirkung zeigen. Einige Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen und der erstaunliche Schluss lässt für mich keine Fragen offen.

Was mir sehr gut gefällt: es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, sondern auch ernste Töne werden hier und da angeschlagen. So wie das Leben halt ist.

Eine leichte, erfrischende Sommerlektüre, die meine Lust, das Baskenland mal zu besuchen angefacht hat und die mir einige wunderbare Lesestunden beschert hat.

Tessa Henning
Bea macht blau

Dromer Knaur Verlag, München
ISBN

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Sonntag, 10. September 2017

Ulrike Busch - Mordsleben

Schauspielerin und Buchautorin Leonie Altinga, 75, ist nach langen Jahren im Ausland in ihren Heimatort Greetsiel zurück gezogen. Hier hat sie vor vielen Jahren ihre Tochter, ihren Mann und einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens verloren. Gerade als sie ihren monatlich stattfindenden Literatursalon, bei dem heute ihre Autobiografie besprochen werden soll, vorbereiten will, fliegen ihr zwei Kugeln um die Ohren. Aber in Greetsiel passiert gerade noch viel mehr, was die Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders auf den Plan rufen.

Ich mag den angenehm leichten Schreibstil von Ulrike Busch. Ihre Personen beschreibt sie lebensnah, authentisch und gut vorstellbar. Die Hauptperson dieser Geschichte, Leonie Altinga, weckt bei mir zwiespältige Gefühle. Einerseits nerven die Starallüren der alternden Diva, andererseits tut sie mir wegen ihrer erlittenen Schicksalsschläge auch leid.

„Mordsleben“ ist ein Krimi, bei dem ich wieder mit ermitteln und mit rätseln konnte. Gut gesetzte Akzente hatten bald für mich einen Täter bereit – aber der war´s nicht. Durch unerwartete Wendungen ergeben sich immer wieder neue Ansätze. Doch das Ende kam für mich mehr als unerwartet.

Wer Spannung und eine gute Geschichte sucht, sich in einem kleinen ostfriesischen Fischerdorf heimisch fühlen möchte, der ist hier genau richtig. Wieder ein Beispiel, dass ein guter Krimi kein großes Blutvergießen braucht.

Ulrike Busch
Mordsleben

Klarant Verlag,
ISBN 9783955736576

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Freitag, 8. September 2017

James Lee Burke: Flamingo

Dieser Roman ist ein weiterer der insgesamt zwanzig Dave-Robicheaux-Romane des Bestsellerautors. Auch diese Übersetzung ist bei Pendragon erschienen, wo bereits mehrere in deutscher Übersetzung erschienen sind. Mit ihm geht es in den tiefsten Sumpf der Verbrechen in Louisiana. Tiefer als die Sümpfe in dem Land selbst.

Dave hat mit seinem Kollegen eigentlich einen einfachen Auftrag zu erledigen. Zwei Gefangene sollen nach der Verurteilung zum Tode in ein anderes Staatsgefängnis überführt werden. Aufgehalten wird er dabei von der Großmutter des einen Verurteilten. Sie versucht Dave davon überzeugen, dass ihr Enkel nichts mit dem Mord zu tun hat, für den er bestraft wurde. Dave, der Tante Lemon, wie sie genannt wird, persönlich schon sehr lange kennt, fällt diese Situation schwer, schließlich tut er nur seine Pflicht. Der zweite Verbrecher ist ein hartgesottener Killer, bei dem es keinen Zweifel gibt, dass er zu Recht verurteilt wurde. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Dave noch nicht, dass er die beiden Verurteilten zu einem späteren Zeitpunkt in gänzlich anderer Situation wieder treffen wird.

Lange Jahre wurde der Kriminalroman an sich in Deutschland als billig abgetan. Maximal gut für Groschenhefte. James Lee Burke beweist, dass dem nicht so ist. Seine Krimis bewegen sich literarisch auf sehr hohem Niveau. Seine Bilder zeichnen ein Setting, eine Location, eine Figur mit solcher Detailtreue, dass man als Leser meint, mittendrin zu sein. Reichlich Lokalkolorit aus Louisiana inklusive. Man spaziert in den Straßen New Orleans und atmet den abgestandenen Kneipengeruch der Bars. Sein Protagonist wird in diesen Roman so tief in die Verbrechen hineingezogen, dass er selbst nicht zu wissen scheint, ob er auf der guten oder böse Seite steht. Und er bekommt die Gewalt sehr körperlich zu spüren. Zudem erfährt der Leser lang zurückliegende Ereignisse. Er ist Veteran des Vietnamkrieges und seine Alpträume scheinen zurückzukehren. Diese Szenen erinnerten mich stark an PI Magnum auf Hawaii. Fantastisch herausgearbeitete Charaktere nicht nur der Ermittler, sondern auch der der Verbrecher machen diesen Roman lesenswert. Und James Lee Burke schafft eine Authentizität, dass man geneigt ist zu glauben, er hätte alles selbst erlebt. Und wenn nicht, dann hat er verdammt viel Erfahrung dem von ihm beschriebenen Millieus.

Absolute Spitzenklasse!


James Lee Burke
Flamingo

Aus dem Amerikanischen von Oliver Huzly
Pendragon Verlag, Bielefeld
ISBN 9873865325907

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

Donnerstag, 7. September 2017

Sommer 1985 von Michael Schröder


Vier Jungs, beste Freunde, 12 Jahre alt und an der Schwelle zwischen Kindheit und Teenager, verbringen jede freie Minute miteinander. Jeder kennt die vier Jungs im Ort. Ob gleichaltrige oder ältere Leute, immer hängen die vier zusammen, das weiß jeder.
Damals, zu Zeiten ohne Internet und Computerspiele, spielte sich das Leben draußen ab. Abenteuer, Freiheit, Spielen und Unsinn machen. Eine eigene Hütte hatten die Jungs in der „Erdekraut“ sich gebaut. Nicht komfortabel und nicht stabil. Aber das war total egal. Sie trafen sich dort und fühlten sich wohl. Genossen jeden Tag ihres Lebens in vollen Zügen … bis zum Sommer 1985, genauer gesagt: dem 14.08.1985. Urplötzlich änderte sich alles, die schönen Zeiten waren vorbei. Es ereignete sich etwas, dass die Leben der vier Jungs für immer verändern sollte. Ein Alptraum, der wahr wurde und sich nur so halbwegs überstehen ließ, indem sie zusammen hielten. Sie taten das, was sie immer schon am besten konnten. Sich aufeinander verlassen, denn sie waren Freunde.
Zwanzig Jahre später nimmt sich einer der Jungs von damals das Leben und schlagartig werden die verbliebenen Freunde in besagten Sommer zurück katapultiert, den Sommer 1985 ….
Erhältlich als Taschenbuch bei
Michael Schröder/Create Space
Preis: 12,90 € Taschenbuch
& 3,99 € als Kindle Edition
ISBN-Nr.: 978-1521887653
© Buchwelten 2017

Mittwoch, 6. September 2017

Christian Jaschinski - Mörderisches Lipperland

Spannende Krimis und interessante Freizeittipps

Mörderisches Lipperland – darunter hatte ich mir, wie bei vielen anderen Krimibüchern mit Freizeittipps aus dem gmeiner Verlag eine Vielzahl von Kurzkrimis von verschiedenen Autoren vorgestellt. Aber hier führt mich Christian Jaschinski selbst an all die mörderischen und interessanten Stellen des ehemaligen Fürstentums Lippe. Elf Krimis zu einer Story verwoben – hat mir sehr gut gefallen.

Auf den ersten Seiten erhalte ich einen kleinen Einblick über die geografische Lage und den historischen Verlauf des Lipper Landes. Die Fotos auf der angegebenen Internetseite machen schon vorab Lust auf diese kleine, bemerkenswerte Stelle in Deutschland. Vor jedem neuen Fall wird der Ort oder die Stadt näher vorgestellt. Auch die „bekannten Kinder“ der Stadt werden erwähnt.

Tara Wolf, eine Richterin, die an ihrem Hochzeitstag in der Kirche ihren Mann Angus Buchanan durch einen feigen Anschlag verloren hat, spielt hier die Hauptrolle. Zusammen mit einem Freund, den ich, da er ein großer Jonny Cash und Western Fan ist, gleich gemocht habe, sucht sie nach dem Attentäter. Außerdem bin ich dabei, wie sie einen Golfkurs absolviert und an einer Oldtimerralley teilnimmt.

Der eingestreute Kurzkrimi zum selber basteln hat mir auch sehr gut gefallen.

Ein Freizeitführer durchs Lipper Land der etwas anderen, aber sehr guten Art. Mich hat er angeregt, diesen Flecken Deutschlands endlich auch einmal zu besuchen.

Christian Jaschinski
Mörderisches Lipperland

Gmeiner Verlag, Meßkirch
ISBN 9783839220610

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© Gaby Hochrainer, München 2017

Sonntag, 3. September 2017

Jean-Luc Bannalec: Bretonisches Gold

In diesem dritten Roman um Kommissar Dupin wird der Kommissar gleich zu Beginn beschossen. Er war der vagen Bitte einer ihm gut bekannten Journalistin in die Guérande, dem Salzanbaugebiet der Bretagne, gefolgt. Er schnüffelt quasi ohne Auftrag herum und wird plötzlich beschossen.

Die Guérande ist ein Distrikt, in dem die Polizei von Concarneau nichts zu suchen hat. Und so passiert es, dass der Kommissar und seine beiden Assistenten Riwal und Kadeg nicht an vorderster Front ermitteln dürfen. Dupin bekommt eine "Partnerin" an seine Seite: die zuständige Kommissarin Rose. Bannalec führt damit eine neue Figur ein, an der sich seine Hauptfigur die Zähne ausbeißen kann. Was wohl auch daran liegen mag, dass sie fast ähnlich tickt wie er. Sie gibt ihm so manches Mal Rätsel auf und weiß offenbar immer ein wenig mehr über ihn, als er über sie.

Der Kriminalfall spitzt sich zu, besonders nachdem es Tote gegeben hat. Die Zahl der Verdächtigen ist immens. Alle großen Köpfe in der Salzproduktion scheinen ein Motiv zu haben, wobei genau das auch den Eindruck erweckt, als würde es zunächst gar kein Motiv geben. Leser dürfen also gespannt auf den Spannungsbogen sein.

Obwohl Bannalec immer noch viel Wissen über die Bretagne, insbesondere über die Salzproduktion vermittelt, wurden diese ausufernden Beschreibungen im dritten Roman etwas zurückgefahren. Die fiktive Kriminalhandlung hat eindeutig Vorrang erhalten.

Leser können sich erneut auf kribbelnde Spannung und humorvolle Figuren in gelöster Urlaubsstimmung freuen.

Jean-Luc Bannalec
Bretonisches Gold

Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln
ISBN 9783462046229

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

Freitag, 1. September 2017

Ulrike Busch - Flaschenpost vom Mörder

22. Juli 1997, Badestrand von Süddorf auf Amrum – nach einem nächtlichen Bad im Meer wird die hübsche, lebenslustige Nina Asmus tot aus dem Wasser gezogen. Für die Polizei war es ein Unfall, an den ihre Mutter Tela und ihre Freundin Eske aber nicht glauben wollen.

Genau an ihrem 20. Todestag findet Frederik Christians, der damals die leblose Nina gefunden hatte, genau an der Stelle jetzt eine Flaschenpost – ich habe gemordet – ich werde es wieder tun. Und der Mörder wartet nicht lange, bis er seine Drohung wahr macht.

Hauptkommissar Kuno Knudsen und Hauptkommissar Arne Zander nehmen die Spuren von damals wieder auf und die Jagd nach dem Mörder beginnt.

Kuno Knutsen hat aber auch noch ein privates Problem: sein Bruder Okko, zu dem er jahrelang keinen Kontakt hatte und der nicht viel vom arbeiten hält, muss seine Wohnung auf dem Festland räumen und hat sich an ihn erinnert. Als erstes darf Okko nun den Dachboden aufräumen, denn hier wird er die nächste Zeit leben.

Nach "Der Pfauenmord" und "Jaspers letzter Flirt" ist dies der 3. Fall für die Kripo Wattenmeer. Ich hatte mich schon richtig auf das Wiedersehen mit Kuno und Arne gefreut. Sie sind ein tolles Team, wie ich finde. Und auch wer die ersten beiden Fälle nicht mit ermittelt hat, findet sich leicht im beschaulichen Amrum zurecht.

Besonders gut gefällt mir auch hier wieder der Lokalkolorit. Bei den Dialogen habe ich den norddeutschen Klang in den Ohren, immer wieder wird Tee getrunken und ich begleite nicht nur die Hauptkommissare auf ihren Wegen auf der Insel, bei einer Überfahrt nach Föhr und genieße mit ihnen den Blick auf die Halligen, das Wattenmeer und die Wattwiesen. Urlaubsfeeling macht sich breit und in mir das Gefühl auch diese Insel einmal besuchen zu wollen.

Ulrike Busch hat einen sehr leichten, flüssigen Schreib- und Erzählstil. Damit zieht sie mich sofort in die Geschichte hinein. Wie ich es mir bei den Insulanern vorstelle, gehen die Ermittlungen langsam und ruhig voran, obwohl man den Ermittlern die Anspannung schon anmerkt. Sie stoßen auf ein Meer von Gedächtnislücken, werden mit Volltrunkenheit an dem besagten Abend abgespeist und auch die Alibis halten nicht immer stand.

Ich finde es spannend, nicht nur einen Kriminalfall zu lösen, sondern auch die Entwicklung der Protagonisten mitverfolgen zu können. Da Nina Asmus sich, wie auf so engen Raum der Insel wohl üblich, in einer Clique bewegt hat, gibt es auch dementsprechend viele Verdächtige. Hier und da hatte ich einen Verdacht, der sich dann anhand von Indizien wieder zerstreut hat. Bis zur endgültigen Auflösung konnte ich auch hier wieder sehr gut miträtseln.

Man muss kein Nordseefan sein um mit diesem Amrum-Krimi ein paar interessante Lesestunden zu verbringen. Aber die Spannung, die Beschreibung von Land und Leuten und die Dialoge haben mich z.B. dazu gemacht.

Ulrike Busch
Flaschenpost vom Mörder

BoD, Noderstedt
ISBN 9783744871723

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© Gaby Hochrainer, München 2017