Mittwoch, 31. August 2016

Michael Gerwien - Schattenkiller

Bei Rebekka,der Frau des Münchner Journalisten Wolf Schneider, erscheint ein Mann, der von ihr Pläne fordert. Falls die Pläne nicht ausgehändigt werden, würde er Rebekka töten, erklärt dieser Mann Wolf später am Telefon. Beide haben allerdings keine Ahnung, um was für Pläne es sich handeln soll. Um dem Anrufer aus dem Weg zu gehen, beschließt Wolf, mit Rebekka zusammen das Haus zu verlassen und sich in einem kleinen Hotel in Starnberg für eine Weile einzumieten. Glauben sie wirklich sie könnten das Unheil, das ihnen zu drohen scheint, aufhalten zu können?

Ich liebe die Kriminalgeschichten um den Münchner Ex-Kommissar Max Raintaler und war gespannt, wie sich ein Thriller des Münchner Autors liest. Ich muss sagen, er hat mich fast überzeugt.

Die sehr kurzen Kapitel haben das Lesen für mich anfangs etwas mühsam gemacht. Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt, dass dies z.B. die Spannung schneller ansteigen lässt. Der knappe Schreibstil lässt sich flüssig und leicht lesen. Verwirrend waren am Anfang die vielen Protagonisten, die ich aber, auch dadurch dass sie sehr charakteristisch und gut vorstellbar beschrieben wurden, schnell den einzelnen Handlungssträngen zuordnen konnte. Hier und da hätte man den ein oder anderen etwas weniger klischeehaft agieren lassen können. Langeweile kam bei mir absolut nicht auf. Dazu ist die Geschichte auch einfach zu temporeich und spannend.

Der Kriminalfall selbst, bei dem es größtenteils um Rache geht, wird, jedenfalls nicht durch die Polizei, nicht ganz aufgeklärt. Was aber nicht stört, da ich die Geschichte aus der Sicht des Ehemannes der ersten Toten sehe. Manche Aktionen finde ich etwas übertrieben, manche Protagonisten etwas zu schräg.

Alles in allem hat mich aber dieses Buch trotzdem gefesselt und mir einige spannende und interessante, manchmal auch launige Lesestunden beschert. Da einige Fragen noch ungeklärt sind und es sich bei diesem Buch um den ersten Band einer Trilogie handelt, bin ich schon auf Band 2 gespannt.


Gerwien, Michael
Schattenkiller
Gmeiner Verlag, Meßkirch

ISBN 9783839219737

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Sonntag, 28. August 2016

Clive Cussler/ Dirk Cussler: Die Kuba-Verschwörung


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Wo Cussler drauf steht muss auch Cussler drin sein. Das trifft besonders dann zu, wenn der Co-Autor des Bestsellerautors Clive Cussler bei diesem Roman sein Sohn Dirk Cussler ist. Cussler steht für Abenteuer und die mit seinem Sohn geschreiebene Dirk-Pitt-Reihe bietet hochkarätiges Abenteuer.

Im vorliegenden Roman geht es zunächst zurückins 19. Jahrhundert, in die Zeit des spanisch-amerikanischen Krieges. Mit dem US-Kriegsschiff "Maine" sind wertvolle Artefakte aus der Aztekenzeit untergegangen. Es wird sogar vermutet, dass an Bord ein Schatz oder zumindest Hinweise auf dessen Versteck waren. Im Sommer 2016, Fidel Castro ist bei einem ominösen Unfall ums Leben gekommen, entdecken amerikanische Forscher der NUMA-Meeresumweltorganisation eine drohende Umweltkatastophe in der Karibik. Es handelt sich um ein erhöhtes Quecksilberaufkommen. In vielen Taucheinsätzen wird der Meeresboden untersucht und analysiert. Doch damit treten die US-Forscher anderen Leuten auf diue Füße. Kubanische Politiker versuchen, das Land nach ihrem Willen, an dem amtierenden Präsidenten Roul Castro vorbei, in die Zukunft zu lenken.
Die Forscher Dirk Pitt senior, Dirk Pitt junior und dessen Schwester Summer Pitt müssen mehrere schwierige Situationen meistern. Vom Festsitzen in einem Tauchboot, über den Absturz eines Hubschraubers, dem Festklemmen in einer Höhle bis zum bewaffneten Kampf gegen Södnertruppen, hält die Handlung so einiges für die Protagonisten bereit.

Das Genre des Abenteuerromans ist in Deutschland selten vertreten, deshalb macht es umso mehr Spaß, ein solches Buch zu lesen. Fernab von Detektiv-, Polizei- und Liebesgeschichten, obwohl natürlich von jedem etwas in diesem Roman vorkommt. Eine moderne Indiana-Jones-Geschichte mit neuester Technik und bezugnehmend auf politisch aktuelle Ereignisse. So ist die politische Annäherung der USA an Kuba, wie sie in diesem Roman thematisiert wird, keine reine Fiktion.

Nachteilig empfand ich persönlich die Konstellation von Senior und Junior mit denselben Namen. An manchen Stellen führte des zu Verwirrung. Denn das "Senior" und Junior" wird kaum genannt. Dennoch ein höchstspannender und unterhaltender Roman fürt volle Punktzahl.




Cussler, Clive
Cussler, Dirk
Die Kuba-Verschwörung
Aus dem Amerikanischen von Michael Kubiak
blanvalet, München

ISBN 9783764505530

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© Detlef Knut, Düsseldorf 2016

Freitag, 26. August 2016

Horst Eckert: Wolfsspinne

Melli Franck, die Wirtin des "Greens" hat finanzielle Probleme. Irgendwer in ihrem Laden scheint sie zu betrügen. Es kann doch nicht sein, dass plötzlich die Kosten höher als die Einnahmen sind. Melli ahnt nicht, dass sie irgendwo auf der Abschussliste steht. Doch sie und ihr Restaurant werden beobachtet. Es freut sich jemand darauf, sie bald in die Finger zu bekommen und sich an ihrem Körper zu befriedigen.
Nachdem der Chefermittler Vincent Ché Veih bei einer Anti-Pegida-Demo von seinen eigenen Kollegen festgesetzt wurde, wird er über den Fund einer Leiche informiert. es handelt sich um die Leiche von Melli Franck. Später stellt sich heraus, dass die Wirtin wohl selbst noch die 110 auf ihrem Handy getippt hat, während sie im Sterben lag und dabei vergewaltigt wurde.

Das Können eines Schriftstellers besteht darin, eine fiktive Geschichte so zu erzählen, als hätte sie genau so und nicht anders in der Realität stattgefunden. Horst Eckert ist ein Meister darin und greift auch in diesem wie in seinen vorhergehenden Romanen auf ein probates Mittel zurück: die Aktualität. Als gelernter Journalist weiß er zu recherchieren, zu interpretieren und sich in ein Thema zu vertiefen. So hat er es auch im vorliegenden Roman geschafft, die brisante Geschichte mit so vielen aktuellen Details aus dem Geschehen der Bundesrepublik anzureichern bzw. diese als Grundlage zu wählen, dass den Leser das kalte Grauen kommen kann. Die Lücken, die in der Berichterstattung um NSU, Pegida und Flüchtlingsproblematik von den Medien hinterlassen wurden, weiß Eckert zu nutzen und mit einer erschreckend real wirkenden Was-wäre-wenn-Geschichte zu füllen.

Eckert zieht einen ungewöhnlich großen Bogen um die Verbrechen, die augenscheinlich ganz "banal" mit einem Mord beginnen. Stränge und Verwirrungen führen in die entlegensten Ecken unserer heutigen Gesellschaft. Ränkespiele um Macht und Einfluss und nicht zuletzt Geld sorgen für durchweg anhaltende Spannung. Wer das heutige Geschehen in den Medien verfolgt, kommt nicht umhin, die Fiktion des Schriftstellers Horst Eckert für eine mögliche reale Option zu halten. Ein hochkarätiger Eckert wie nicht anders zu erwarten.



Eckert, Horst
Wolfsspinne
Rowohlt Verlag, Hamburg
ISBN 9783805250993
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© Detlef Knut, Düsseldorf 2016

Mittwoch, 24. August 2016

Dora Heldt - Wind aus West mit starken Böen

Katharina Johannsen, die in einer Rechercheagentur für einen niederländischen Autor für sein neuestes Buch Informationen sammeln soll, trifft bei einem Besuch auf ihrer Heimatinsel Sylt ihre große und einzige Liebe Hannes wieder. Ihre kleine Schwester Inken trifft immer noch und immer wieder ihren Exmann, den charismatischen Dänen Jasper. Und die ehemalige Lehrerin der Beiden versucht sich als Liebesbotin.

Ich kenne einige der Bücher von Dora Heldt, und dieses hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Autorin schlägt diesmal nicht nur witzige, sondern auch melancholische Töne an.

Katharina steht sich mit ihrer peniblen, wohlgeordneten und struckturierten Art selbst im Weg. Ihre kleine Schwester ist eine Chaotin, die ihresgleichen sucht. Aber Inken versteht es auch, mit ihrer klaren, geraden Art einen Zugang zu ihrer Schwester zu finden und zusammen mit ihrer ehemaligen Lehrerin, die auch eine große Liebe verloren hat, gelingt es ihr aus der schon fast verbohrten Katharina die längst vergessenen Seiten der Leichtigkeit herauszukitzeln.

Aber nicht nur die beiden Schwestern sind in diesem Buch farbig und realitätsnah gezeichnet. Auch die anderen Protagonisten, besonders Gertrud, Piet und Knut, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Dass mit dem niederländischen Autor etwas nicht stimmt, merke ich als Leser sehr schnell. Da versteht es die Autorin, mich langsam an eine beginnende Demenz heranzuführen. Aber auch das mit einer Leichtigkeit, die das Leichte der Lektüre nicht mindert.

Witzige Dialoge, Rückblicke in die Kinderheit und Jugend von Katharina, aber auch ernsthafte Gespräche zwischen Katharina und ihrer Lehrerin haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Ich hatte wieder einmal ein paar herrlich leichte Lesestunden, diesmal gepaart mit einigem Ernst. Gerne mehr davon.



Heldt, Dora
Wind aus West mit starken Böen

Dtv Verlag, München
ISBN 9783423424363

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© Gaby Hochrainer

Sonntag, 21. August 2016

Robert B. Parker: Doppeltes Spiel


Mit "Doppeltes Spiel" (Original "Split Image") beendet der Bielefelder Pendragon Verlag seine Jesse-Stone-Reihe von Robert B. Parker., u. a. weil es der letzte Roman dieser Reihe ist, die von dem Autor selbst geschrieben wurde. In den USA wurde die Reihe inzwischen  von anderen Autoren fortgeführt. Erneut wird der Leser in die Kleinstadt Paradise entführt, in dem sich die größten Verbrecher der USA ein Stelldichein zu geben scheinen. Jesse Stone, der Chef der Polizei, wirkt dem meist erfolgreich entgegen. Dieses Mal sind zwei Fälle aufzuklären, wobei Jesse bei einem nur die Schützenhilfe für eine befreundete Privatdetektivin spielt. Die 18jährige Cheryl ist von zu Hause abgehauen und hat Zuflucht bei der "Kirche der Erneuerung" gefunden. Die Eltern beauftragen die Ex-Polizistin Sunny Randall ihre Tochter wieder zurückzuholen. Weil sich Sunny und Jesse kennen ("Mord im Showbiz"), bittet sie ihn um Rat und Hilfe. Dabei hat er gerade jede Menge um die Ohren mit einem toten Bodyguard. Der Sicherheitsmann hat für einen Mafioso gearbeitet, der sich nach seinem angeblichen Ausstieg in Paradise zur Ruhe gesetzt hat. Jesse, der in der Verfilmung von Tom Selleck gespielt wird, bekommt es mit dem Sumpf der organisierten Kriminalität zu tun. Wenn man vielleicht glaubt, dass dies für einen Kleinstadt-Cop eine Nummer zu groß ist, wird sich wundern. Schließlich war Jesse erfolgreichster Ermittler beim LAPD.

Parker hat für die Reihe ein großes Figurenensemble geschaffen. Kamen in der ersten Romanen noch neue Bekannte für den Protagonisten hinzu, so greift der Autor bei den späteren Romanen dieser Reihe in dieses bestehende Ensemble hinein und lässt Jesse mit alten Bekannten (auch dem Leser bekannten, falls er mehrere Romane gelesen hat) agieren. Dabei scheut er auch nicht vor Crossover zurück, denn die Detektivin hat eine eigene 6-teilige Romanserie. Lediglich die Verbrecher sind meist neue Figuren in jedem Roman. Durch das "Wiedersehen" bzw. Wiederlesen von alten vertrauten Figuren erzeugt Parker ein Gefühl von Heimkehr. Der Leser kann getrost die bekannten >Scherze, Gespräche und Frotzeleien erwarten, wobei der "Chef der Polizei" abgewandelt auch in der TV-Serie "Blue Bloods" mit Tom Selleck übernommen wurde.
Etwas überflüssig in diesem vorliegenden Roman sind die Szenen der von Sunny mitunter ihrer Therapeutin, weil sie sich kaum von denen Jesses mit seinem Therapeuten unterscheiden.
Nichtsdestotrotz ist es ein sehr gut gemachter, unterhaltender Kriminalroman mit einem liebenswerten Protagonisten und seinem Team. Dabei ist die Reihenfolge des Lesens der einzelnen Bände unerheblich. Jeder Roman kann als eigenständiger Roman gelesen werden.

Parker, Robert B.
Doppeltes Spiel

Aus dem Amerikanischen
von Bernd Gockel

Pendragon Verlag, Bielefeld
ISBN 9783865325495

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Mittwoch, 17. August 2016

Barbara Bierach - Lügenmauer

Sligo an der Nord-West-Küste Irlands:
Hier lebt die protestantische, alleinerziehende Polizistin Emma Vaughn mit ihrem Sohn, in Reichweite ihren Exmann und soll nun zusammen mit ihrem Kollegen James Quinn den Mord an dem bekannten und angesehenen Mitglied der Gemeinde Charles Fitzpatrick klären. Die Ermittlungen treten lange auf der Stelle, bis sie einem Fingerzeig in die Vergangenheit folgt.
Emma Vaughn sind meine Sympathien nicht gleich zugeflogen. Doch mit ihrer burschikosen, ehrlichen Art hat sie mich dann doch überzeugen können. Sie kämpft mit Albträumen, Rückenschmerzen und einem Exmann, der ihr versucht das Leben schwer zu machen. In ihrer Dienststelle lassen sie einige Kollegen spüren, dass sie als alleinerziehende, geschiedene Frau in Irland aus der Reihe fällt. Beim Lesen ist mir erst mal wieder klargeworden, wie unterschiedlich doch auch heute noch die Rollenverteilung dort und hier bei uns ist.
Der Kriminalfall zieht sich durch die vielen Verdächtigen und die intensive Recherchearbeit etwas hin. Aber die vielen Hintergrundinformationen, die ich aus der Lektüre bekomme, sind so interessant und spannend und haben mich absolut fesseln können. Zwischenzeitlich hatte ich für mich immer mal wieder einen Täter gefunden. Die letztendliche Auflösung ist gut nachvollziehbar, der Umgang damit hat mich aber etwas überrascht. Bin aber völlig damit einverstanden.
Wer einen bluttriefenden Krimi sucht, der ist hier falsch. Wer sich aber auf die Suche nach einem Täter machen will, der diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient hat, die leisen Töne eines Krimis liebt und mehr über die Rolle der Frau in Irland lesen möchte, der ist hier genau richtig.
Ich hoffe, ich werde von der neuen sympathischen Inspektorin und von ihrem genauso sympathischen Kollegen bald mehr lesen dürfen.



Bierach, Barbara
Lügenmauer
Ullstein Verlag, Berlin
ISBN
9783548613062

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© Gaby Hochrainer

Sonntag, 14. August 2016

Simonetta Greggio: Die Sterne der Provence

Philippe Coimbra hat nur einen einzigen Wunsch nach all dem Stress, der gerade hinter ihm liegt: Er möchte seine Frau in die Arme schließen und schlafen. Wo war er da bloß hineingeraten? Was war in den letzten Tagen passiert? Philippe ist als "Gaspard" weltbekannt, zumindest in seiner Branche. Er bemüht sich als Gourmetkoch in die Fußstapfen von Boucuse zu treten. Er sollte den Preis seines Lebens, die weltweit höchste Auszeichnung für Köche erhalten. Dafür war er nach New York geflogen, um an der Gala für die Preisverleihung teilzunehmen. Bei der Ankunft im New Yorker Flughafen wird er jedoch gleich ausgebremst. Das kann doch nicht wahr sein, dass die Sicherheitsleute gerade ihn, den Gaspard, genauer unter die Lupe nehmen. Ihm ist nicht bewusst, dass er etwas Verbotenes getan oder im Gepäck hat. Doch sein Reden nützt nichts. Ehe er sich versieht, sitzt er in einem Flieger Economy Class zurück Richtung Paris, obwohl er ein First Class Ticket inklusive Rückflug in den Taschen hat.
Voller Wut und müde von dem langen Hin- und Rückflug freut er sich auf seine Frau. Doch was er dann erlebt macht das Chaos perfekt.

Die Italienerin Greggio hat einen leichten, im Sommer sehr gut lesbaren Roman geschaffen, der beinahe als Kochbuch durchgehen könnte. Greggio, die in Frankreich Artikel über die Gourmetszene schreibt und sich sehr gut in dieser Branche auskennt, hat aus all ihrem Wissen einen amüsante und anmutige Romanze geschaffen. Ging die Karriere des Sternekochs bislang steil nach oben, so wird sie offenbar im New Yorker Flughafen abrupt gestoppt. Gaspard begibt sich auf eine neue, für ihn unbekannte Reise.

Die Küche und das Kochen sind beherrschende Nebensachen in diesem Roman. Mit spürbarem Genuss beschreibt die Autorin Kreationen und Leckereien. Neben der Geschichte um Gaspard erfährt der Leser einiges über die Gepflogenheit der Branche. Mit einem solchen Thema steht Greggio allerdings nicht mehr allein in den Bücherregalen, denn Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf von Julia Stagg hat ein verdammt ähnliches Setting, ist allerdings um einiges humorvoller. Nichtsdestotrotz gibt es eine sommerliche Leseempfehlung für die Sterne der Provinz.



Greggio, Siminette
Die Sterne der Provence

Limes Verlag, München
ISBN 9783809025313
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© Detlef Knut, Düsseldorf 2016

Samstag, 13. August 2016

Grappa greift durch von Gabriella Wollenhaupt


Mitten in der Nacht wird Maria Grappa telefonisch von ihrer Lieblingsbäckerin Frau Schmitz aus dem Bett geworfen. Sie hat eine unheimliche Entdeckung gemacht. Auf einem Spielplatz in ihrer Zechensiedlung sitzt eine Muslima und schaukelt ihr totes Kind.
Offensichtlich ist es keines natürlichen Tod gestorben und Grappa beginnt sofort zu recherchieren. Sie knüpft Kontakte und versucht Hintergründe zu erfahren. Doch erstens schweigt die unter Schock stehende Mutter beharrlich und zweitens legt Grappas Chef ihr schonungslos einen Maulkorb an. Denn er wird von Stadtoberen und dem Integrationsrat unter Druck gesetzt. Als Grund wird der religiöse Frieden genannt.
Doch Grappa wäre nicht Grappa, würde sie nicht rebellieren und diesen Maulkorb einfach so hinnehmen. Und dann wird die muslimische Mutter des toten Kinder Opfer eines Selbstmordattentäters ….
Erschienen als Taschenbuch
im Grafit Verlag
insgesamt 220 Seiten
Preis:  9,99  €
ISBN: 978-3-89425-468-1
Kategorie: Krimi
© Buchwelten 2016