Dienstag, 31. Januar 2012

GROTESK! - Eine Genre Anthologie




GROTESK! ist eine Anthologie bestehend aus 22 Geschichten, geschrieben von 19 Autoren. Es gibt die unterschiedlichsten Handlungen, kurzes und knappes und langes, verschachteltes.
Wie der Name schon sagt, sind die Geschichten im Genre der Groteske angesiedelt. Ein Bereich in der Literatur, der nicht leicht zu definieren ist. Um herauszufinden, was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, sollte man einfach dieses Buch zur Hand nehmen und sich überraschen lassen.
Die Geschichten sind alle völlig unterschiedlich und von „absolut schräg“ über „zum schmunzeln“ bis hin zu „leider erschreckend wahr“ angesiedelt.
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Ich wusste bei dieser Antholgie nicht wirklich was mich erwartet. Unter groteskstellte ich mir vor: anders, etwas abgedreht und vielleicht gegen die „Norm“. Nach der Lektüre dieser 22 Geschichten fühlte ich mich in der Vermutung/Erwartung auch bestätigt.
Ich bin kein wahrer Fan von Anthologien, weil ich mich eigentlich lieber in die Handlung eines ganzens Romans fallen lasse. Ich möchte die Figuren, Protagonisten kennenlernen, ihnen zur Seite stehen und mit ihnen ihre Geschichte erleben ...


Erschienen als
gebundene Ausgabe mit Leseband
im Candela Verlag
277  Seiten
Preis: 19,80 €
ISBN:  978-3-942635-22-6

© Buchwelten 2012

Montag, 30. Januar 2012

Der Sog von Stephen M. Irwin




Nicholas (Nick) Close ist gebürtiger Australier, lebt aber jedoch die letzten Jahren in London. Dort hat er gemeinsam mit seiner jungen Ehefrau Cate ein alte Wohnung angemietet, die sie gemeinsam zu einem kleinen Kuschelnest gestalten wollen. Doch während der Renovierungsarbeiten geschieht ein Unglück, dass Nicks Leben völlig verändert.
Eigentlich geht nur das Schleifpapier aus und Nick will in den nächsten Baumarkt fahren um Nachschub zu besorgen. Dummerweise nimmt er das Motorrad, weil der PKW extrem zugeparkt ist.
Als Nick auf der Fahrt einen Unfall hat und Cate per Telefon benachrichtigen möchte, stürzt sie in den Moment in welchem sie das Telefon erreichen will von der Leiter und schlägt auf dem Wannenrand auf. Sie bricht sich das Genick und stirbt.
Von diesem Moment an ist nichts mehr wie es war. Nicholas leidet unter Selbstvorwürfen, extremen Kopfschmerzen und zieht sich immer mehr zurück. Das schlimmste jedoch ist, dass er plötzlich Geister sieht. Besser gesagt, er sieht ihren Tod, sieht sie sterben. Und das immer und immer wieder. In einer Endlosschleife sieht er Menschen, die z.B. auf der Straße überfahren werden und auch seine geliebte Cate immer wieder von der Leiter stürzen.
Nick sieht den einzigen Ausweg darin, zurück nach Hause zu gehen. Wieder nach Australien in seine Heimatstadt Tullong. Doch auch dort warten schlimme Erinnerungen auf ihn. Im Alter von 10 Jahren hat er dort seinen besten Freund Tristam verloren. Damals wurden sie von einem Mann in den unheimlichen Wald gedrängt und nach dem die Jungen sich trennten, hat Nick Tristam nie wieder lebend gesehen.
Der Wald ist auch nach so vielen Jahren noch genauso düster und vor allem unangetastet wie in seiner Kindheit. Nie wurde er gerodet und als Bauland verwendet und auch heute noch strahlt der Wald die seltsame, ungreifbare Gefahr aus. Dieser Ort scheint ein schreckliches Geheimnis zu wahren und Nick wird magisch von ihm angezogen.
Als Nick kurz nach seiner Heimkehr Zeuge wird, wie ein weiteres Kind in dem Wald verschwindet und einige Tage später seine Leiche gefunden wird kann Nick nicht anders. Er muss dem dunklen Geheimnis auf die Spur kommen, er wird von diesem dunklen Wald angezogen, wie von einem Sog …


Erschienen als
Taschenbuch
bei Blanvalet
544 Seiten
Preis: 8,95 €
ISBN:  978-3-442-37575-2

© Buchwelten 2012

Dienstag, 17. Januar 2012

Der siebte Tod von Paul Cleave





Joe ist Anfang dreissig, alleinstehend, ziemlich gutaussehend und Putzhilfe bei der Polizei. Zu diesem Job kam er auf Umwegen. Während der Arbeitszeit stellt Joe eine perfekte Maskerade zur Schau: Er mimt den etwas geistig zurückgebliebenen Putzmann, der immer ein bisschen zu breit grinst und ein wenig zu dümmlich und einfach spricht. Dies verschafft ihm allerdings – neben der ohnehin schon sehr praktischen Putzstelle – viele Vorteile. Die Cops „plaudern“ mit ihm über die aktuellen Ermittlungen und es stört sie überhaupt nicht, wenn Joe – der Dumme – mit seinem Wischmop durch das Besprechungszimmer wienert an dem nicht nur sämtliche Tatortfotos an die Wand gepint sind, sondern auch alle Ermittlungsakten offen auf dem Sideboard liegen.
Somit ist Joe immer auf dem laufenden in seinem eigenen Fall. Die Polizei sucht fieberhaft den „Schlächter von Christchurch“, der er selber ist. Alles läuft für Joe nach Plan, bis ein siebter Mord geschieht, doch den hat ER nicht begangen! Das geht ihm natürlich völlig gegen den Strich. Dass es einen weiteren Killer gibt, der ihm einen Mord unterjubeln will. Das es Auffälligkeiten gibt die zeigen, dass der „Schlächter“ diesen Mord nicht begangen haben kann, merken die Cops und Ermittler nicht. Und Joe selbst kann sie wohl kaum selber darauf aufmerksam machen.
Also beginnt er auf seine eigene Art und Weise in dem Fall zu ermitteln und den Mörder des 7. Opfers zu suchen. Dem will Joe dann wiederum alle Morde zuschreiben lassen.
Zunächst läuft alles nach Plan. Joe hat einen Recorder im Besprechungszimmer angebracht, er kopiert Fotos und notwendige Listen. Kopien der Ermittlungsakten nimmt er mit nach Hause, etc. Die Ermittler merken das nicht, sie haben erstens keinen Blick und Kopf dafür und zweitens würde niemals jemand Joe in Verdacht haben, irgendwelche Unterlagen mitgehen zu lassen.
So ist Joe in seiner Freizeit damit beschäftigt einen Killer zu suchen, seine eigenen weiteren Taten zu planen, seine nervtötende Mutter zu besuchen, seine Fische zu versorgen und einer sehr anhänglichen Kollegin aus dem Weg zu gehen. Wobei letztere ihm immer leckere Lunchbrote bringt, denn Joe erinnert sie an ihren verstorbenen, behinderten Bruder.
Eigentlich sehen die Erfolge in Joes Ermittlungen recht positiv aus, bis er auf einmal Melissa über den Weg läuft. Eigentlich hatte Joe sie sich als nächstes Opfer ausgewählt, doch es kommt alles anderes. Melissa ist selber hochgradig gewaltbereit und sie quält Joe in einem Park auf brutalste Art und Weise …


Erschienen als
Taschenbuch
bei HEYNE
432 Seiten
Preis: 8,95 €
ISBN:  978-3-453-43247-5

© Buchwelten 2012

Montag, 16. Januar 2012

ENDE von David Monteagudo




Nach einem viertel Jahrhundert treffen sich neun Freunde einer ehemaligen Clique wieder. Genau 25 Jahre zuvor, an exakt dem gleichen Datum, haben sie sich das in einer Herberge in den Bergen beim nächtlichen Betrachten des Sternenhimmels versprochen und fest vorgenommen. Nieves, mittlerweile Mutter von zwei erwachsenen Kindern, hat die Organisation übernommen und schafft es auch tatsächlich, die ehemaligen Freunde alle zu überzeugen an der Wiedersehensparty teilzunehmen.
Sie kommen wieder zu der alten Herberge, für abends ist eine Party vorgesehen. In der Nacht wollen sie wieder gemeinsam den fantastischen Sternenhimmel bewundern und für nächsten Tag ist eine gemeinsame Wanderung durch die Schlucht geplant.
Einige der Freunde kommen allein, andere mit ihrem neuen/derzeitigen Partner. Ein Pärchen hat sich innerhalb der ehemaligen Clique gebildet. Die Anreise gestaltet sich etwas umständlich, denn sie müssen alle ihre Autos etwa einen Kilometer vor der Herberge parken und den restlichen Weg zu Fuss zurücklegen. Dann kann der gemeinsame Abend endlich beginnen
Es wird gegessen, geredet, getrunken, Musik gehört (eine speziell für diesen Abend erstellte CD mit allen Lieblingssongs der einzelnen Freunde zur damaligen Zeit) und auch diskutiert.
Plötzlich fällt der Strom aus, die Handys funktionieren nicht mehr und auch die Autos lassen sich nicht mehr starten. Zunächst macht sich die Gruppe nicht allzu große Gedanken, denn der Himmel ist aufgerissen und ein phänomenaler Sternenhimmel präsentiert sich. Sie sind überwältigt von diesem Anblick, kein blinkendes Flugzeug stört das Firmament,  lediglich so viele Sterne sind zu sehen, dass es beinahe unheimlich auf die Freunde wirkt. Plötzlich bemerken sie, dass einer fehlt. Rafa ist verschwunden. Sie vermuten er wäre nach der heftigen Debatte (noch vor dem Stromausfall) vor Wut nach Hause gefahren.
Am nächsten Morgen macht sich die Gruppe auf den Weg durch die Schlucht ins nächstgelegene Dorf um zu sehen, ob dort der Strom funktioniert. Auf dem Weg durch die Schlucht ist Cova auf einmal verschwunden. Von einer Sekunde auf die nächste hat sie sich einfach in Luft aufgelöst. Was geschieht hier? Die Angst nimmt überhand, soll das hier das Ende sein … ?


Erschienen als
gebundene Ausgabe mit Leseband
bei rowohlt
352 Seiten
Preis: 19,95 €
ISBN:  978-3-498-04520-3

Erscheint am 16.01.2012

© Buchwelten 16.01.2012

Mittwoch, 11. Januar 2012

Judaswiege von Ben Berkeley




Adrian von Bingen verbringt im Jahre 2004 die Flitterwochen mit seiner jungen Frau Jessica auf Maui, Hawaii. Von einem Schwimmausflug kehrt sie nicht zurück. Jessica ist spurlos verschwunden, lediglich ihr Geländewagen wird gefunden. Explodiert durch eine Autobombe. Ihre Leiche jedoch bleibt verschwunden.
Im Jahre 2011 tauchen plötzlich Fotos von Jessica im Internet auf. Sie zeigen unter anderem eine gefolterte aber noch lebende Jessica und dann die tote Frau. Adrian von Bingens Anwalt, Thibault Godfrey Stein, ein fast siebzigjähriger Haudegen und der beste seines Fachs, nimmt sich des Falls an und will den Mörder Jessicas finden. Dazu braucht er eine wichtige Person zur Hilfe. Die ehemalige FBI Agentin Klara „Sissi“ Swell. Sie ist vom Dienst suspendiert und arbeitet derzeit als Kellnerin in einem Diner. An ihrem Fuss befindet sich eine Fußfessel mit GPS Sender, da sie auf Bewährung frei ist. Klara Swell war berühmt-berüchtigt für ihre eigenwillige Art und Weise an Hinweise und Spuren für das FBI zu gelangen. Leider nicht auf legale Weise. Und letztendlich wurde sie verurteilt und auch ihr Ex-Partner in privater und geschäftlicher Hinsicht, der FBI Ermittler und Psychologe Sam Burke konnte ihre Haut nicht mehr retten. Sam fühlt sich schuldig und schreibt nach wie vor täglich Briefe an Klara, doch sie ist stinksauer auf ihn und will nichts mehr von ihm wissen.
Der Anwalt Stein schafft es Klara Swell für seine Dienste zu gewinnen und die Bewährungsstrafe auszusetzen. Durch die aufgetauchten Fotos ermittelt auch das FBI wieder an dem Fall „Jessica von Bingen“ und als dann weitere Morde geschehen und Filme darüber – als Pornographie getarnt – in gewissen Internetforen auftauchen ist es unvermeidlich, dass sich Sam und Klara über den Weg laufen.
Können die beiden sich arrangieren? Werden sie es gemeinsam schaffen den Serienmörder zu stellen? Den Killer, der über Jahre hinweg Frauen aus den verschiedensten Staaten Amerikas entführt und sie mit einer mittelalterlichen Methode foltert: der Judaswiege …


Erschienen als
Taschenbuch  bei
PIPER
448 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN:  978-3-492272-91-9

© Buchwelten 11.01.2012

Dienstag, 10. Januar 2012

Carola Clasen: Tote gehen nicht den Eifelsteig

clip_image002Wer die Krimis von Carola Clasen kennt, der weiß, dass man um den Humor darinnen nicht herum kommt. Charmanter Humor, der nicht durch die Vordertür hereinpoltert, sondern ganz feinsinnig zwischen den Zeilen zu entdecken ist. So auch in dem aktuellen Krimi „Tote gehen nicht den Eifelsteig“ aus dem KBV-Verlag.

Den Anfang nimmt das Desaster in der „Klinik am Wald“. Hier ist der Posten des Chefarztes demnächst neu zu besetzen. Die beiden Oberärzte, die bis dato enge Freunde aus der Schulzeit waren, streben diese Stelle an. Der Verwaltungsdirektor und der Noch-Chefarzt mögen keine Entscheidung zwischen den beiden Bewerbern treffen. Was liegt da schon näher, sie den beiden selbst zu überlassen. Aber selbst bei so langjährigen Freunden ist eine friedliche, im Gespräch getroffene Einigung schwer vorstellbar. Also einigen sich beide auf einen Wettstreit: Wanderung auf dem Eifelsteig, einem 330 Kilometer langen Wanderweg von Aachen bis nach Trier, quer durch den Nationalpark Eifel. Einer von ihnen startet in Aachen, während sich der andere in Trier auf den Weg macht. Auf halber Strecke sollten sie sich über den Weg laufen. Die zurückgelegte Strecke ist mit Hotelbelegen und Fotos nachzuweisen. Als sie dieses Wettrennen vereinbaren, ahnt keiner, dass ihr Weg mit Leichen gepflastert sein wird. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf.

Ein Eifelkrimi, der sich dieses Mal der gesamten Eifel annimmt und in welchem die bereits bekannte Protagonistin Hauptkommissarin Sonja Senger unentwegt auf dem Strohhalm kaut, weil sie sich gerade das Rauchen abgewöhnen will.

Ein Eifelkrimi, der Spaß macht auf mehr. Sowohl, was das Lesen angeht, als auch das Wandern in der Eifel. Für ersteres steht mit „Die Eifel sehen und sterben“ schon der nächste Clasen-Krimi in den Startlöchern.

Clasen, Carola
Tote gehen nicht den Eifelsteig
KBV-Verlag, Hillesheim
ISBN 978-3-942446-05-1

© Detlef Knut, Düsseldorf 2011

Sonntag, 8. Januar 2012




Hapu ist eine grazile, attraktive junge Frau von Anfang zwanzig. Eigentlich anderen Frauen in ihrem Alter nicht unähnlich. Sie hat einen Job, der ihr Spaß macht und mit dem sie sich identifiziert, liebt es Motorrad zu fahren, ist Fan der Stuttgarter Kickers und lebt mit ihrer besten Freundin Hati zusammen in einer Wohnung. Sie quatschen, hören Musik, lesen gemeinsam, trinken mal gerne einen über den Durst. Aber Hapu ist kein Mensch, sie ist eine Asartu.
Die Asartu sind Nachfahren Luzifers, geschaffen nach seinem Ebenbild. Sie leben unter uns Menschen und unterscheiden sich eigentlich nicht sonderlich von uns. Von der verlängerten Wirbelsäule (Asartu haben einen Schwanz, den sie allerdings nicht offensichtlich zur Schau stellen), den Fangzähnen im sonst schneeweißen Gebiss einmal abgesehen. Und ab und an benötigen die Asartu Menschenfleisch um ihren Enzymhaushalt im Gleichgewicht zu halten.
Dies bekommen sie im Krankenhaus zugewiesen, von Menschen die sich als Spender bereit erklären und den Asartu kurz vor ihrem Tode unter Narkose als Mahlzeit dargeboten werden.
Doch in unserer Welt leben nicht nur Menschen und Asartu, auch Dämonen sind unter uns und wir können sie nicht erkennen, sie sehen aus wie du und ich, doch ab und an zeigen sie ihr Wahres Ich und das nicht ohne Grund.
Als Hapu gegen diese Dämonen kämpft (der Gewalt war sie nie abgeneigt und sie versteht es ihre körperlichen Kräfte zum Einsatz zu bringen) spürt Hapu das dort mehr in ihr ist, ein zweites Wesen lebt in ihrem Körper. Diese Seele beschert Hapu nicht nur zusätzliche Kräfte, die magisch wirken. Hapu erfährt, dass sie eine Sepuku ist. Sie ist eine der 12 Töchter der Angrubar. Mit dieser Göttin hat Luzifer diese 12 weiblichen Nachfahren gezeugt. 

Doch was soll Hapu mit dieser Erkenntnis nun anfangen und wer lehrt sie ihre Kräfte zu nutzen und vor allem, was ist ihre Aufgabe?
Sie wird es erfahren und einen Weg einschlagen, der ihr bisheriges Leben völlig aus der Bahn wirft …


Erschienen als
Taschenbuch  im
Candela Verlag
273 Seiten
Preis: 11,80 €
ISBN: 978-3-942635-19-6

© Buchwelten 08.01.2012

Samstag, 7. Januar 2012

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson





Der Roman erzählt die Geschichte des 100-jährigen Allan Karlsson. Er lebt in einem Altersheim in Malmköpping/Schweden und ist für sein stolzes Alter nicht nur erstaunlich rüstig und klar im Kopf, er hat es zudem noch faustdick hinter den Ohren. Er denkt gar nicht daran seinen Ehrentag mit den gesamten Bewohnern des Heims, der nervtötenden und ihm sämtliches Vergnügen raubenden Schwester Alice, dem Bürgermeister und der Presse zu verbringen.
Ohne genauer nachzudenken steigt er aus dem Fenster seines Zimmers und marschiert in Richtung Busbahnhof. Leider hat er vergessen Schuhe und einen Hut anzuziehen, er ist in Pantoffeln aus dem Fenster geklettert (war ja auch eine spontane Idee), Geld hat er aber immerhin dabei. In seinem Portemonnaie hat er einige Hunderter. Somit geht er schnurstracks auf den Fahrkahrtenverkäufer zu und fragt, wie weit er mit einem 50 Kronen Schein fahren kann. Denn er hat ja kein bestimmtes Ziel, er will einfach nur weg, weit fort von diesem langweiligen Altersheim, das ihn womöglich noch in den Tod treibt. Zu sterben hat Allan nämlich eigentlich noch gar keine Lust.
Während Allan in der Bahnhofshalle steht, kommt ein „schmächtiger junger Mann mit langen, fettigen blonden Haaren, struppigem Bart und einer Jeansjacke mt der Aufschrift Never Again auf dem Rücken“ auf ihn zu und bittet ihn um einen Gefallen: Er muss dringend zur Toilette und der wuchtige Trolly-Koffer passt leider nicht mit in die sanitären Anlagen. Er fragt Allan, ob er nicht einen Moment den Koffer im Auge halten kann, damit er in Ruhe zur Toilette gehen kann.
Natürlich kann er das. Er kann sogar noch mehr. Er kann die zweite spontane Entscheidung des Tages treffen und einfach mit dem Koffer aus dem Bahnhofsgebäude spazieren (sind ja Rollen dran!) und in den nächsten Bus steigen. Allan weiß selber nicht, warum er einfach den Koffer stiehlt. Ihm war einfach danach? Hat er ein Abenteuer gewittert? Vielleicht, denn genau das kommt nach diesen zwei spontanen Handlungen auf ihn zu.
Ein Abenteuer voller Gefahren aber auch großer Freuden. Denn Allan lernt auf seine alten Tage noch neue Menschen kennen, begeht Morde (nur aus Notwehr!), knüpft Freundschaften, bringt seine erhebliche Lebenserfahrung in das Geschehen ein und hat einfach nur jede Menge Spaß und Lebensfreude …


Erschienen als
Paperback/Klappenbroschur bei
carl’s books (randomhouse)
416 Seiten
Preis: 14,99 €
ISBN: 978-3-570-58501-6

© Buchwelten 2012

Dienstag, 3. Januar 2012

Die Rose von Angelâme von Carmen Mayer


Simon Rössler ist Mitarbeiter einer großen Versicherungsagentur und in seinen Arbeitsbereich fällt es, Fälle zu durchleuchten, die die Auszahlung großer Versicherungssummen betrifft. Bevor die Versicherung die Ihren Versicherungsnehmern zustehenden Summen an diese weiterleitet, ist Simon damit beauftragt, die zur Auszahlung führenden Gegebenheiten zu untersuchen und ggfs. zu hinterfragen.

Nun hat er einen seltsamen Fall auf dem Tisch. Er soll eine große Versicherungssumme an ein Kind auszahlen, dass plötzlich Waise geworden ist. Der Betrag bezieht sich auf eine Police, die für ein Bild – ein Gemälde – abgeschlossen wurde. Der Besitzer kam durch einen Autounfall ums Leben und nun starb seine Frau, Sarah Martin, ebenso. Sie wurde bei einem Adventsbasar vor dem Kindergarten ihrer Tochter durch einen vermutlich Verrückten erschossen.
Nun soll das Kind, noch ein Baby, den Betrag aus der Police erhalten. Simon ist neugierig. Was soll das für ein Gemälde sein, für das so eine hohe Versicherungssumme angesetzt wurde? Er sucht die Frau auf, bei der sich das Bild befindet und bei der auch die Tochter des verunglückten Ehepaars lebt. Ihr Name ist Christina Weiß.
Gemeinsam mit ihr, sie ist die Freundin der verstorbenen Sarah Martin und gleichzeitig Vormund der kleinen Waise Marie, versucht er das Rätsel des besagten Bildes zu lösen. Das Porträt der Rose von Angelâme, gemalt im Jahre 1305.



Erschienen als
Taschenbuch im Verlag
edition oberkassel
600 Seiten
Preis: € 16,99 €
ISBN:  978-3-943121-02-5




© Buchwelten 2012